Einblick ins Medientraining

So meistert ihr erfolgreich euer (erstes) Interview

„You never have a second chance to make a first impression.“ Das gilt auch für Unternehmen, die sich einen Namen machen wollen. Neben den eigenen Kommunikationskanälen wie der Homepage, Social Media, Blogs oder Marketingmaßnahmen sind Medien eine hilfreiche Möglichkeit, um Reichweite zu generieren.

Wer es mit kontinuierlicher Pressearbeit zu regelmäßiger Berichterstattung schafft, hat ebenso viel Aufmerksamkeit wie mit – deutlich teurerer – Anzeigenschaltung. Auch in punkto Glaubwürdigkeit liegt Berichterstattung in Zeitungen und Magazinen deutlich vor Werbemaßnahmen. Und wer regelmäßig über ein Unternehmen in den Medien hört oder liest, erinnert sich auch bald an die Marke.

Doch trotz all der Vorteile birgt die Arbeit mit Journalisten auch Risiken. Der Job eines jeden Medienvertreters ist es, kritisch zu hinterfragen und nicht auf Marketing-Maßnahmen „anzuspringen“. Damit ihr als Unternehmensvertreter startklar für das erste Interview mit der Presse seid, bedarf es deshalb einiger Vorbereitung – schließlich soll der erste Eindruck sitzen! Aber auch, wenn ihr schon länger mit Redakteuren verkehrt, lohnt sich eine Auffrischung oder das Angebot eines Medientrainings, etwa für neue Führungskräfte.

Im Folgenden möchten wir euch deshalb einen Einblick in ein gutes Medientraining geben. Was ist im Umgang mit der „vierten Gewalt“ zu beachten? Sowohl vor und während der Kontaktaufnahme als auch bei einem Interview selbst solltet ihr einige Dinge im Blick behalten. Wir stellen 3 zentrale Punkte vor:

1. Den richtigen Umgang beim Medienkontakt finden

Zuerst geht es bei einem Medientraining darum, sich in die Redaktionswelt einzufinden. Ein Journalist ist grundsätzlich euer Partner, nicht euer Feind. Ein faires Informationsverhalten ist daher wichtig: Seid transparent, werdet nicht werblich, bleibt sachlich und haltet weiterführende Informationen oder Belege für eure Aussagen bereit.

Besonders wenn ihr die Initiatoren seid und mit eigenen Ideen an die Redaktionen herantretet, solltet ihr auch Verständnis für die heutige Situation in Medienhäusern mitbringen: Der Druck, Leser hinter die Paywall zu bekommen, ist täglich harte Arbeit. Zugleich müssen Informationen nicht nur immer schneller, sondern auch auf immer mehr Kanälen (Online, Tages-, Wochenzeitung, Social Media, Newsletter …) verteilt werden!

Deshalb kommt es darauf an, dass ihr mit eurem Angebot thematisch relevant seid – zum Beispiel durch die Aktualität – und dass auch der Journalist etwas davon hat, wenn er mit euch zusammenarbeitet: wie exklusive Informationen oder besonders gut gemachte Grafiken oder Materialien.

2. Medientraining Schritt 2: Das erste Interview mit der Presse

Bevor ihr einen Interviewtermin wahrnehmt, solltet ihr als Unternehmen klare Botschaften vor Augen haben: Was ist euer Ziel? Und was für eine Berichterstattung sollte wirklich herauskommen? Stellt euch die Schlagzeile genau vor. Um Anregungen zu bekommen, könnt ihr euch vorab Berichterstattung zu ähnlichen Themen anschauen. Auch entscheidend: Wie gut ist der Redakteur bereits zum Thema informiert? Berichtet er kritisch, hat er eine positive Meinung? All das beeinflusst das Ergebnis eures Interviews!

Für eine gute Berichterstattung solltet ihr den Fokus auf das legen, was euer Angebot auszeichnet. Aber bitte nicht nachtragend sein, wenn der Redakteur auch kritisch nachhakt, sondern Ruhe bewahren und es ihm zugestehen; das ist sein Job. Auch wenn eine gute Antwort darauf natürlich ebenso wichtig ist 😉 All das könnt ihr übrigens im Medientraining erproben.

3. Medientraining Schritt 3: Eindeutige Aussagen im Interview

Apropos erproben: Im Medientraining geht ihr auch ein „Probe-Interview“ durch. Grundsätzlich gibt es dabei ein paar Regeln zu beachten:

  • Einfache und verständliche Sprache benutzen, egal wie komplex das Thema auch sein mag.
  • Das Wichtigste zuerst nennen, denn vielleicht bringt dein Gesprächspartner nur wenig Zeit mit – außerdem ist es für das Verständnis natürlich viel einfacher.
  • Klare Aussagen treffen, schwafeln ist unerwünscht. Wenn ihr etwas nicht wisst oder nicht sagen könnt: Steht dazu! Die Informationen könnt ihr sicherlich noch nachreichen.
  • Und zuletzt die absoluten Dont’s: Lügen oder unangebrachte Kritik – zum Beispiel an Wettbewerbern – gehen gar nicht. Auch Passagen vorzuschreiben und auswendig gelernt aufzusagen, wirft kein gutes Licht auf euch.

Medientraining für erfolgreichen Medienkontakt

Ebenso gilt es auch für ein gutes Medientraining, nicht „auswendig gelernt“ ein Programm abzuspielen, sondern individuell auf euch und eure Wünsche einzugehen. Bringt deshalb gerne eure Fragen ein! Möglichkeiten sind auch Stimm- und Gestiktraining, zum Beispiel für einen souveränen Auftritt vor der Kamera. Auch bei Stolperfallen stellt euch ein gutes Medientraining den ein oder anderen Tipp bereit – damit ihr auch kritische Situationen souverän meistert.

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