Der Krisenkommunikationsgipfel 2025
Krisen und ihre Herausforderungen sind stets unterschiedlich – das hat uns der Krisenkommunikationsgipfel 2025 eindrucksvoll bestätigt. Ebenso deutlich wurde wieder einmal: Entscheidend für die Bewältigung einer Krise ist, ob und wie gut Unternehmen, Behörden und Organisationen darauf vorbereitet sind.
In Zeiten wachsender Unsicherheit kommt es mehr denn je darauf an, schnell, glaubwürdig und souverän zu kommunizieren. Denn Krisenkommunikation entscheidet mit darüber, ob aus einer Herausforderung eine Katastrophe wird – oder eine Chance zur Stärkung von Vertrauen und Resilienz.
Erfolgreiche Krisenkommunikation: Strategien für den Ernstfall
Der diesjährige Gipfel hat genau diese Aspekte aufgegriffen und praxisnahe Einblicke gegeben: Wie lassen sich Organisationen krisenfest aufstellen? Welche Strategien helfen, um Vertrauen zu erhalten und Schaden zu begrenzen? Und wie können Kommunikationsverantwortliche den zunehmenden Druck in digitalen und klassischen Medien bewältigen?
Zu den Referenten zählten Krisenkommunikationsverantwortliche der Berliner Wasserbetriebe, der Deutschen Bahn, der Polizeidirektion Leipzig, der Audi AG, dem MDR oder auch dem Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam. Ihre Erkenntnisse und Erfahrungen lieferten wertvolle Impulse für den professionellen Umgang mit Krisen – von der Vorbereitung über die akute Bewältigung bis hin zur Nachbereitung.
Analog auf den zentralen Themenschwerpunkten des Gipfels lassen sich hieraus fünf essenzielle Ratschläge ableiten:
- Krisenkommunikation und Resilienz
Krisen lassen sich nicht immer verhindern, aber ihre Auswirkungen können minimiert werden. Bereitet euer Unternehmen oder eure Organisation frühzeitig auf mögliche Szenarien vor. Dazu gehören nicht nur technische Sicherheitsmaßnahmen, sondern auch klare Kommunikationsstrategien und regelmäßige Krisensimulationen. Wer im Ernstfall bereits erprobte Abläufe hat, kann schneller und souveräner reagieren. - Krisenkommunikation und Reputation
Ein einziger Fehltritt kann jahrelangen Vertrauensaufbau zerstören. Positioniert euch frühzeitig authentisch und glaubwürdig – nicht erst in der Krise. Transparenz und eine klare Wertekommunikation (Stichwort: gute Botschaften) sind essenziell, um auch in schwierigen Zeiten glaubwürdig zu bleiben. Entwickelt zudem eine präventive Kommunikationsstrategie, um euch auf potenzielle Reputationskrisen vorzubereiten. - Krisenkommunikation und (soziale) Medien
In einer polarisierten Öffentlichkeit verbreiten sich negative Nachrichten rasant. Seid vorbereitet und behaltet die Kontrolle über eure Kommunikation. Entwickelt ein Frühwarnsystem für kritische Themen (nicht nur hier gibt es bereits hilfreiche KI-gestützte Tools), reagiert proaktiv auf Medienanfragen und setzt auf eine klare, faktenbasierte Kommunikation. Im Umgang mit Shitstorms und Fake News gilt: Ruhe bewahren, strategisch antworten und niemals in Panik verfallen. Nimmt Häme und Hetze überhand oder artet gar in Bedrohungen aus, stellt euren Community Managern psychologische Hilfe zur Seite. Und prüft juristische Schritte, wenn Falschmeldungen kursieren. - Krisenkommunikation und Zukunftsoptimismus
Krisenkommunikation darf nicht nur defensiv sein. Nutzt Krisen als Wendepunkte, um euer Unternehmen oder eure Organisation gestärkt daraus hervorgehen zu lassen. Offenheit, Dialogbereitschaft und die klare Vermittlung von Lösungsansätzen helfen, Vertrauen zurückzugewinnen. Wer sich in der Krise bewährt, kann langfristig sogar an Glaubwürdigkeit gewinnen. - Krisenkommunikation und Kritische Infrastruktur (KRITIS)
Wer für kritische Infrastrukturen verantwortlich ist, muss nicht nur auf technische Notfälle vorbereitet sein, sondern auch kommunikativ besonders souverän agieren. Entwickelt klare Krisenpläne, um schnell und gezielt zu reagieren. Kommuniziert offen, aber mit Bedacht, um Panik zu vermeiden und gleichzeitig Vertrauen zu erhalten. Dabei gilt es, Stakeholder frühzeitig einzubinden – von Behörden und Medien bis hin zur Bevölkerung. Sicherheit und Kommunikation müssen Hand in Hand gehen. Denn bei kritischer Infrastruktur ist eines besonders wichtig: Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit in der Kommunikation sind ebenso essenziell wie die Krisenbewältigung selbst.
Krisenkommunikation ist kein „Nice-to-have“, sondern eine Überlebensfrage. Wer erst im Ernstfall beginnt, Kommunikationsstrategien zu entwickeln, ist bereits im Hintertreffen. Unternehmen und Institutionen brauchen klare Prozesse, vorbereitete Statements und belastbare Netzwerke, um handlungsfähig zu bleiben.
Krisenkommunikation: kein Sprint, sondern Marathon
Gerade in Zeiten zunehmender Unsicherheiten und rasend schneller digitaler Verbreitung von Informationen ist Krisenkommunikation eine Daueraufgabe – keine einmalige Disziplin. Nicht zuletzt der Krisenkommunikationsgipfel 2025 hat (wieder) eindrucksvoll gezeigt: Wer heute vorbereitet ist, kann morgen Vertrauen bewahren. Denn am Ende entscheidet nicht nur die Krise selbst, sondern vor allem die Art, wie darüber kommuniziert wird.
Wie wir helfen können? Werft einen Blick auf unsere Website zum Thema Krisenkommunikation: https://krisenkommunikation.vocato.com/
