KI in der PR: besser Texten?

5 Tipps für besseres Prompten

Beim Besuch einer Fortbildung zum Thema „KI in der PR“ habe ich gemerkt, dass es eigentlich allen so geht wie uns. Egal, ob Groß- oder Kleinunternehmen, ob selbstständig oder nicht, es wird ausprobiert – meist aber noch ohne strategische Herangehensweise. Über das, was ich gelernt habe und wie wir es nun in der Agentur handhaben, könnt ihr hier lesen.

Quintessenz meiner dreitägigen Fortbildung in Düsseldorf: Man braucht einen Plan. Gute Prompting-Kenntnisse sind entscheidend, damit KI im PR-Alltag bei der Texterstellung bzw. -optimierung einen echten Mehrwert bringt. Bisher haben wir vor allem die Chat-Funktion von ChatGPT genutzt, um uns bei der Texterstellung unterstützen zu lassen. Unser Ziel war es, bessere Ergebnisse oder zusätzliche Informationen zu erhalten. Das war und ist auch weiterhin oft erfolgreich. Aber nicht immer.

5 Dinge, die ich gelernt haben, um bessere Ergebnisse zu erzielen:

  • Prompts für bestimmte Anwendungsfälle helfen, sich beim Texten unterstützen zu lassen. Es ist sinnvoll, sich eine Prompt-Bibliothek aufzubauen. Diese enthält Prompts für verschiedene Textformate, aber auch für konzeptionelle Tätigkeiten, die gut „programmiert“ und kundenspezifisch formuliert sind. Da muss man schon mal einiges an Zeit investieren und sich mit der „Trial-and-Error-Methode“ dem gewünschten Ziel immer weiter annähern.
  • Prompten wie Pareto! – postulierte unser Referent immer wieder. Bekommt ihr ein Ergebnis mit 80-prozentiger Genauigkeit, dann hört auf und arbeitet eigenständig weiter. Es ist meist nicht zielführend, das von der KI generierte Ergebnis immer weiter nachbessern zu lassen (wobei ChatGPT da wohl immer besser wird). Die 80 Prozent zu erreichen, ist gar nicht so einfach. Da aber das professionelle Texten zu unseren Spezialkompetenzen gehört, ist die weitere Textbearbeitung für uns unproblematisch.
  • Aufgaben prompten, nicht Inhalte: Die KI generiert als Logikmodell Gedankenketten auf Basis vorhandener Daten. Die effizienteste Gedankenkette wird präferiert und für das Training weiter verwendet. Die besten Prompts sind die, die der KI Aufgaben stellen. Ein systematischer Aufbau dieser Aufgaben ist für den Erfolg entscheidend. Mit Angabe der Quelle könnt ihr dann der KI die entsprechenden Inhalte für die Aufgabe mitgeben.
  • Qualität durch passende Quelle: Einen Qualitätsschub erreicht ihr mit einer guten Quelle. Dabei ist es wichtig (Stand heute), die Quelle immer reinzukopieren per Copy Paste als Text. Das Hochladen von Dokumenten oder die Angabe einer URL als Quelle ist für die KI schwerer zugänglich.
  • Vorsicht vor Halluzinationen: Die KI halluziniert, wenn sie etwas nicht weiß. Das heißt in Klartext, dass es keine oder nur unzureichende Daten gibt, mit der sie arbeiten kann – die KI fängt folglich an zu erfinden. Ein inhaltlicher Gegencheck ist absolut entscheidend. Aus unserer Sicht ist es nicht möglich, KI-generierte Text einfach 1:1 weiterzuverwenden.

Unsere monatelange Beschäftigung mit dem Einsatz von KI in unserem B2B-PR-Alltag hat eins gezeigt: Für anspruchsvolle Texte wie Expertenbeiträge, Anwenderberichte oder anspruchsvolle Pressemitteilungen ist der Einsatz von KI bedingt geeignet. Hier geht es immer darum, verschiedene Quellen zu berücksichtigen und dann ein journalistisches Ergebnis zu erzielen. Die Technologie hilft hierbei zum Beispiel bei kleineren textlichen Aufgaben, aber nicht bei der Texterstellung als solcher.

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