Wie ihr eure Inhalte für unterschiedliche Medien aufbereitet
Fachzeitschrift, Wirtschaftsmagazin, Lokalpresse – unterschiedlicher könnten die Medienarten, ihre Ansprüche und Leserschaften kaum sein. Wer sich und seine Themen im Redaktionsteil wiederfinden möchte, muss wissen, was die jeweiligen Journalisten erwarten. Denn während Fachmedien tief in technische Details gehen und Expertenwissen verlangen, legen Wirtschaftsmedien Wert auf neue Informationen mit hohem Aktualitätswert. Worauf es bei euren Themenangeboten zu achten gibt, erfahrt ihr hier.
Fachmedien: Tiefgang statt Schlagzeile
Die deutsche Fachmedienlandschaft ist vielfältig: von IT über Logistik bis hin zu Maschinenbau – jede Branche hat ihre eigenen Titel, die unterschiedliche Zielgruppen adressieren. Allen gemeinsam ist die Erwartung an tiefgehende, fachlich fundierte Inhalte. Hier punktet ihr mit technischen Details, Anwendungsbeispielen und belegbarem Nutzen. Typische Formate sind Fachartikel, Anwenderberichte, Expertenstatements oder Interviews. Wichtig: Wollt ihr in Branchenmedien präsent sein, müsst ihr auch das nötige Branchenwissen mitbringen. Identifiziert dazu die Herausforderungen der Industrie sowie Trends und knüpft mit eurem Thema daran an – so steigert ihr die Chance, auf Interesse bei der Redaktion zu stoßen.
Lokalpresse: aktuell und regional
Auch regionale Medien wie Tages/- oder Wochenzeitungen sind wichtige Multiplikatoren. Sie suchen nach Themen, die für eine breite Leserschaft relevant sind und einen Bezug zu aktuellen Entwicklungen oder Ereignissen vor Ort haben. Relevante Themen wären zum Beispiel:
- Ihre plant den Bau einer neuen Produktionsstätte. Dadurch profitiert die Region von neuen Arbeitsplätzen, was eure Nachricht relevant macht.
- Ihr startet ein Ausbildungsprogramm oder schafft zusätzliche Lehrstellen und helft damit, dem regionalen Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
- Ihr reagiert mit einer speziellen Maßnahme auf aktuelle Ereignisse, zum Beispiel durch Unterstützung betroffener Betriebe nach einer Naturkatastrophe.
Anders als die Fachpresse recherchieren und schreiben Lokaljournalisten ihre Beiträge in der Regel selbst. Unternehmen werden hier vor allem als Interviewpartner oder Informationsquelle interessant – nicht als Autoren. Der Versand von Pressemitteilungen ebenso wie Interviewangebote spielen daher eine große Rolle, um es „ins Blatt“ zu schaffen.
Wirtschaftspresse: strategische Einordnung gefragt
Sehr anspruchsvoll ist die Ansprache von überregionalen Wirtschaftsmagazinen wie Handelsblatt oder Frankfurter Allgemeine Zeitung. Sie erstellen, wie die Lokalpresse, ihre Beiträge selbst und erwarten strategische Einschätzungen zu Marktentwicklungen oder wirtschaftspolitischen Fragen. Wer hier „landen“ will, sollte schnell auf aktuelle Themen reagieren, neue Perspektiven einbringen und diese mit belastbaren Daten und klaren Handlungsempfehlungen untermauern. Entscheidend ist, sich als glaubwürdiger Gesprächspartner zu positionieren, der komplexe Sachverhalte verständlich einordnen und Impulse für die öffentliche Debatte liefert.
Fazit: Medienarbeit ist kein One-Size-Fits-All
Ob Fachmedien, Lokalpresse oder Wirtschaftsmagazine – jedes Format hat eigene Spielregeln: Fachmedien erwarten Tiefgang, Branchenwissen und belegbaren Nutzen. Lokale Zeitungen wollen aktuelle, regionale Aufhänger mit gesellschaftlicher Relevanz. Die Wirtschaftspresse sucht strategische Einordnungen und fundierte Meinungen zu großen wirtschaftlichen Zusammenhängen. Wer diese Unterschiede versteht und seine Inhalte entsprechend zuschneidet, steigert nicht nur die Chancen auf eine Veröffentlichung, sondern positioniert sich zugleich als kompetenter und relevanter Ansprechpartner für Journalisten.

Ein Gedanke zu “Pressevielfalt meistern”