CeBIT, IAA, Gamescom oder Frankfurter Buchmesse – das sind nur einige der großen publikumsbeliebten Fachmessen. Daneben gibt es viele große, auch internationale Fachmessen, die für Unternehmen der jeweiligen Branchen mindestens genauso wichtig sind: etwa die Agritechnica für die Agrarwirtschaft, die IFAT für die Wasserwirtschaft oder die transport logistic für die Logistikbranche. An Messetagen werden Kontakte geknüpft und gepflegt, die für das Unternehmen das ganze Jahr über von Bedeutung sind. Damit vor Ort alles rund läuft, beginnt die Messeplanung schon Monate im Voraus.

Gute Vorbereitung ist das A und O
Zu einer perfekten Organisation gehört auch Pressearbeit. Denn auf Messen tummeln sich immer Journalisten, um Material zu sammeln und sich über Neuheiten sowie Spezialthemen zu informieren. Wer in Sachen Medienansprache nur einige kleine Maßnahmen umsetzt, kann noch mehr aus der Messeteilnahme herausholen.

Die Basics: Pressemitteilung und Pressefächer
Rund acht Wochen vor der Messe sollte in einer Pressemitteilung die Teilnahme an der Messe bekannt gegeben werden. Wichtig ist dabei, die Standnummer sowie die Schwerpunkte der eigenen Ausstellung zu kommunizieren. Die Presse interessiert hier vor allem, ob Neuentwicklungen vorgestellt werden. So erreicht man bereits erste Veröffentlichungen in den Medien.

Informationen zu Pressefächern findet man meistens auf der Website der Messe. Zudem gibt es ein Pressezentrum, in dem Fächer angemietet werden können, um gedruckte Pressemappen inklusive einer digitalen Variante zu hinterlegen. In den Online-Pressefächern können außerdem Presseinformationen im PDF-Format sowie Fotos hochgeladen werden. Diese modernere Variante ist vielen Journalisten lieber, um nicht stapelweise Papiermappen über die Messe tragen zu müssen. Wenn möglich, sollten beide Optionen genutzt sowie genügend Exemplare direkt am eigenen Stand hinterlegt werden.

Aus welchen Inhalten die Pressemappe zusammengesetzt wird, muss selbstverständlich auch gut überlegt sein. Wichtig sind nicht zu werbliche Produkt- bzw. Unternehmensinformationen und gutes Bildmaterial.

On Top: Standgespräche und Messesonderausgaben
Wenn Pressemitteilung und -mappe als Grundlage erstellt sind, gibt es weitere Optionen. Viele Zeitungen und Fachzeitschriften erstellen Sonderseiten zu bestimmten Messen. Hier mit dem eigenen Unternehmen erwähnt zu werden, ist ein großer Erfolg, denn meist haben Messesonderpublikationen eine erhöhte Auflage. Dazu muss jedoch früh recherchiert und die Redaktion mit einem Thema mit Neuigkeitswert angesprochen werden.
Unternehmen mit hohem Bekanntheitsgrad und spannenden Innovationen laden auch zu einer Pressekonferenz vor oder während der Messe ein. Für kleinere Unternehmen bieten sich aufgrund der Termindichte eher Einzelgespräche am Messestand an: Diese sollten jedoch einige Wochen vorher gezielt mit den wichtigsten Medien vereinbart werden. Als Gesprächspartner sollten hier immer kompetente Mitarbeiter aus den eigenen Reihen, wenn nicht sogar der Geschäftsführer persönlich bereit stehen.

Messe-PR geht auch nach Messeende noch weiter
Anstrengende Messetage gehen schnell vorbei und meist war die Zeit zu knapp, um alle Nachfragen zu befriedigen. Daher schadet es nicht, auch im Anschluss nochmal Kontakt zur einzelnen Journalisten aufzunehmen und ausführlichere Informationen und Gespräche anzubieten. Denn dann müssen die Redaktionen die Themen aufarbeiten und es taucht noch die eine oder andere Frage auf.

Ein Gedanke zu “Messe-PR: Was ist Pflicht, was ist Kür?

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