Ein Praxisbeispiel aus der Verbandskommunikation
Viele Organisationen sind auf LinkedIn präsent, doch nur wenige nutzen das volle Potenzial des Kanals wirklich aus. So auch ein Verband, der VOCATO beauftragte, ihn bei LinkedIn zu unterstützen. Er war dort bereits aktiv, allerdings ohne Strategie. Der Account erzielte nur wenige Interaktionen und nahm keinen besonderen Stellenwert in der Verbandskommunikation ein. Gemeinsam haben wir den Kanal neu aufgesetzt – mit klaren Zielen, Zielgruppen und einem durchdachten Themenmix. Wie daraus mehr Reichweite, eine stärkere Positionierung und ein echter Dialog entstanden sind, zeigt dieses Praxisbeispiel.
Soziale Medien sind bei vielen Unternehmen Teil des Kommunikationsmix. Allerdings bespielen Verantwortliche die Kanäle oft noch nach Bauchgefühl, ohne eine Strategie als Grundlage zu haben. Der Account mag auf diese Weise zwar wachsen, jedoch nur sehr langsam. Ebenso bleibt viel Potenzial für reichweitenstarke Beiträge und einen wertvollen Austausch mit der Community auf der Strecke. Dabei zeichnet gerade Letzteres das „Social“ in Social Media erst aus.
So erging es auch einem unserer Verbandskunden. Als er VOCATO kontaktierte, war er zwar bereits aktiv auf LinkedIn, postete allerdings unregelmäßig und informierte vor allem über eigene Veranstaltungen. Wichtige Themen wie Verbands- und Lobbyarbeit sowie Einordnungen zu branchenpolitischen Entwicklungen kamen zu kurz. Dadurch wurden die vielfältigen Zielgruppen und ihre Interessen außer Acht gelassen.
Demnach war uns von VOCATO vor Beginn unserer Social-Media-Unterstützung klar, dass wir zunächst eine fundierte LinkedIn-Strategie aufbauen mussten, auf der die Aktivitäten fußen würden. Wir zeigen euch, welche Schritte wir dabei gegangen sind:
Schritt 1: Ziele definieren und Zielgruppen ausarbeiten
Der erste Schritt jeder erfolgreichen LinkedIn-Strategie ist eine Bestandsaufnahme: Wo steht der Kanal heute und wo soll er hin? Folgende quantitative und qualitative Ziele legten wir daher in Zusammenarbeit mit dem Verband fest:
- Posting-Frequenz erhöhen
- Follower-Zahl und Interaktionen steigern
- Sich aktiv in branchenrelevante Diskussionen einbringen und die fachliche Kompetenz des Verbands sichtbar machen
Sobald die Ziele feststanden, folgte die Zielgruppenanalyse. Denn nur wer seine Zielgruppen wirklich versteht, kann relevante Inhalte entwickeln. Welche Themen sind für politische Entscheider relevant, welche für (potenzielle) Mitglieder oder Nachwuchskräfte? Nur wer die Perspektive seiner Zielgruppen versteht, kann Inhalte entwickeln, die wirklich Resonanz erzeugen.
Schritt 2: Themenschwerpunkte festlegen
Auf Basis der Ziele und Zielgruppen definierten wir zentrale Themenfelder definiert. Statt ausschließlich über eigene Termine zu berichten, braucht es einen ausgewogenen Themenmix: fachliche Einordnungen und Positionierungen zu aktuellen Entwicklungen, Einblicke in die Verbandsarbeit sowie Stimmen aus den Mitgliedsunternehmen. Diese unterschiedlichen Blickwinkel bedienen die Interessen aller Zielgruppen und sorgen für Abwechslung im Feed.
Schritt 3: Stil und Format festlegen
Für einen konsistenten Auftritt braucht es auch klare Leitplanken bezüglich Tonalität, Ansprache und visuelle Gestaltung: Soll die Kommunikation eher sachlich oder nahbar sein? Wird geduzt oder gesiezt? Welche Formate – etwa Text- und Bildbeiträge, Slideshows oder Umfragen – kommen regelmäßig zum Einsatz? Genau wie bei den Themen gilt auch hier, oft zu variieren und die Möglichkeiten unterschiedlicher Formate auszuschöpfen. Während sich beispielsweise Beiträge mit einer Fotostrecke gut für ein Event-Recap eignen, bietet sich ein Zitat-Template für eine prägnante Stellungnahme zu einem politischen Thema an. Die stilistischen Richtlinien lassen sich auch in ein Social Media Playbook integrieren.
Erfolgsmessung: Was hat die LinkedIn-Strategie bewirkt?
Mit einer klaren Strategie verändert sich die Wirkung eines LinkedIn-Auftritts spürbar. Im Fall unseres Kunden führte die Neuausrichtung zu mehr Reichweite und Sichtbarkeit zu relevanteren Inhalten. Die Follower-Zahlen stiegen rapide an und die Beiträge erzielen heute deutlich mehr Interaktionen. Statt sein Dasein als Veranstaltungskalender zu fristen, entwickelte sich der LinkedIn-Account zum eigenständigen, lebendigen Kanal.
Ihr wollt weg vom Posten nach Bauchgefühl hin zu einer strategischen Positionierung auf LinkedIn? Dann kontaktiert uns gerne – wir helfen euch weiter!
