Wie Agrar-Unternehmen über wenige Kanäle ihre Aufmerksamkeit steigern können

Das Gesellschaftsbild vom idyllischen, kleinen Bauernhof gehört eigentlich der Bilderbuchphantasie an. Trotzdem hält es sich hartnäckig beim Verbraucher. Aus Bauernhöfen sind jedoch längst große landwirtschaftliche Betriebe geworden, hochtechnologisiert, für die Rentabilität im Vordergrund steht. Daran übt die Gesellschaft immer wieder Kritik – andersrum beschweren sich Bauern über zu niedrige Milchpreise und der Forderung der Bevölkerung nach Billigfleisch.
In den Medien kursieren darüber regelmäßig heftige Diskussionen. Eine gute Öffentlichkeitsarbeit in dieser Branche ist deswegen sehr wichtig.

Zahlreiche Informationsquellen für Brancheninsider

Agrar-Fachpresse
Die Vielfalt der Agrar-Fachzeitschriften

Während die Öffentlichkeit das Thema Agrar nur über TV-Sendungen und andere Nachrichtenmedien wahrnimmt, nutzen Brancheninsider noch viele andere Quellen. Es gibt zahlreiche Agrar-Fachzeitschriften, die von einigen großen Verlagen herausgegeben werden. Online hat sich http://www.agrarheute.com vom Deutschen Landwirtschaftsverlag zum führenden Medium herauskristallisiert. In der Fachpresse sammelt sich geballtes Fachwissen, zum Beispiel über Saatgut, Bodenbearbeitung und Ausbringtechniken. Ein Fahrbericht über das neuste Traktoren-Modell oder eine Praxisbeschreibung über innovative Gülleausbringtechniken sind hier Standard. Die Zielgruppe der Lohnunternehmer und Landwirte will schließlich wissen, wie sie ihre Arbeit noch besser und effizienter verrichten kann. Fachjournalisten sind deswegen immer auf der Suche nach Praxisbeispielen.

Social-Media-affine Zielgruppe

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Landwirte nutzen das Internet täglich.

Ebenso wie es den beschaulichen Bauernhof kaum noch gibt, sollte man sich auch den Landwirt heute nicht mehr mit der Mistgabel sondern mit Tablet und Smartphone vorstellen. Die Nutzung des Internets und mobiler Geräte gehört für ihn zum Arbeitsalltag. Unterwegs auf dem Feld wird der Erntestatus eingetragen, per GPS die Fläche vermessen oder die Wettervorhersage geprüft. Foren zum Austausch und Kauf bzw. Verkauf gebrauchter Technik sind so wichtig geworden wie frühere Stammtische oder Verbandstreffen. Einige besonders rege Vertreter verkünden ihre Meinungen auf eigenen Blogs. So Bauer Willi, der es mittlerweile sogar in Günther Jauchs Talkshowrunde geschafft hat. Für PR-Zwecke bieten sich über soziale Netzwerke also Möglichkeiten, die noch von den wenigsten Brancheteilnehmern ausgeschöpft werden.

 Marken-PR

Während Bauern versuchen, ihr Bild in der Öffentlichkeit zurechtzurücken – durch Aktionen wie etwa die Initiative Heimische Landwirtschaft – und dadurch den Verbraucher ansprechen wollen, richten sich Unternehmen, die Agrarprodukte herstellen, mit ihrer Kommunikation an ihre Käufer, die Landwirte. Diese Unternehmen müssen PR-mäßig das liefern, was bereits angesprochen wurde: Technische Einzelheiten und Praxisbeispiele zu ihren Produkten für die Fachpresse sowie Social-Media-Kanäle zum aktiven Austausch mit ihrer Zielgruppe. Dabei lässt man besonders gerne Bilder sprechen. Denn große Fahrzeuge auf einem breiten Feld sind einfach ein toller Blickfang.

Vogelsang Schleppschlauch SwingMax 36
Volgesang Schleppschlauch SwingMax 36 (Quelle: Vogelsang)

Zu den Highlights in der Agrar-Branche gehören eindeutig die beiden weltweit größten Landtechnik-Messen Agritechnica und EuroTier, die im gegenseitigen Wechsel jährlich im November in Hannover stattfinden. Vom 8. bis 14. November 2015 werden dieses Jahr auf der Agritechnica 2.897 Aussteller aus 47 Ländern und 555.637 internationale Besucher erwartet. Ein absolutes Muss für jeden aus der Agrarbranche. Und ein Spielfeld für PR-Aktivitäten – wie etwa das Knüpfen von Pressekontakten – für die Hersteller. Gehen Sie’s professionell an!

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