Kommunikation von Anfang an richtig aufsetzen

Start-ups bilden eine wichtige Grundlage für unsere wirtschaftliche Entwicklung und Erneuerung. So sind es aktuell die FinTechs, die eine ganze Branche umkrempeln möchten: Mit zahlreichen neuen Konzepten mischen sie seit einigen Jahren das Finanz- und Versicherungsumfeld auf. Ihre Kommunikation? Verbesserungswürdig.

Es liegt in der Natur von Start-ups, dass sie schnell entstehen und häufig auch schnell wieder vom Markt verschwinden. Aber getreu nach dem Motto „Scheitern erlaubt“ tut dies den Gründungsaktivitäten in Deutschland keinen Abbruch. Wer es schafft, sein Unternehmen erfolgreich aus der Taufe zu heben und ggf. sogar am Markt zu etablieren, steht als nächstes vor der Aufgabe, sich durch Kommunikation klar und eindeutig nach außen zu positionieren.

Klare Kommunikation, scharfes Profil

Die Vorteile am Image der FinTechs – sie sind jung, dynamisch, flexibel und wollen schnell wachsen – sind zugleich auch ihre Nachteile für eine gute PR- und Pressearbeit. Oft fehlt den jungen Unternehmen zunächst das Geld für gute PR, sie sind unerfahren im Mediendschungel und die schnelle Entwicklung lässt für die Kommunikation mit den Medien keine Zeit. Dabei ist die stete Information der Umwelt eine der wenigen Konstanten in der ersten Lebensphase eines Start-ups. Neben den Medien gilt es auch, Investoren, Mitarbeiter, Partner und Kunden zu überzeugen – ohne klare Botschaften und ein eindeutiges Profil geht da nicht viel…

„In 10 Jahren wird es keine Versicherungsvertreter mehr geben.“ Solche Aussagen sind tolle Visionen, aber mit dem FinTech-Vertreter, der das kürzlich gesagt hat und mit seinem Unternehmen haben sie nichts zu tun. Gerne profilieren sich Start-up-Unternehmen mit solchen Marktvisionen, um kurzfristige Aufmerksamkeit zu erhalten. Dieses Feuer brennt jedoch nicht lange.

Die ToDo’s: Keine lange Liste

Das wichtigste Element guter Kommunikation ist die klare Aussage. Mit den richtigen Messages sind Gründer im Aufbau einer Unternehmenskommunikation schon einen großen Schritt weiter. In sehr wenigen Sätzen muss es möglich sein, das Tätigkeitsfeld des Start-ups zu beschreiben. Und nicht nur das: Welches Bild möchte ich der Öffentlichkeit oder jeweiligen Zielgruppe von mir vermitteln? Was genau soll hängen bleiben? Klingt einfach, ist aber doch für viele Unternehmer äußerst schwierig. Sollten gar mehrere Verantwortliche mit im Boot sitzen, wird es umso schwieriger, diese Aussagen klar und deutlich zu formulieren.

Als nächstes sollten sich die Unternehmer über ihre Vorgehensweise in der Kommunikation Gedanken machen. Gerade Newcomer müssen nicht über alle Kanäle auf einmal kommunizieren. Wie wäre es zu Anfang – Website und Social Media-Profile vorausgesetzt – mit einigen guten Kontakten zu Fachmedien und der gezielten Information dieser Journalisten mit Unternehmens- und Hintergrundinformationen? Mit Pressemitteilungen schafft man zunächst einen regelmäßigen Informationsfluss, der später ausgeweitet werden kann. Eine gute Pressemappe mit spannendem Bildmaterial und ein Ansprechpartner, der für Interessenten gut erreichbar ist, sind ebenfalls ein perfekter Start.

Fazit: Es muss nicht immer der ganz große Wurf sein. FinTechs und auch alle anderen Start-ups nehmen oft so schnell an Fahrt auf, dass weniger auch mehr sein kann.

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