Teil 1: Berufsbegleitende Masterstudiengänge

Ein Tag als PR-Berater ist selten wie der andere. Immer wieder kommen neue Situationen und thematische Herausforderungen auf einen zu – gerade als Absolvent oder Young Professional. Man möchte und muss Schritt halten mit neuen Entwicklungen im Kommunikationsbereich – so beispielsweise in der Online-PR oder speziell im Bereich Social Media. Immer häufiger verschwimmen Unternehmenseinheiten und -themen, Stichwort Content Management, so dass abteilungsübergreifende Weiterbildungen – z. B. im Marketing – sinnvoll sein können. Sie ermöglichen den Blick über den Tellerrand hinaus. Neben Ein- oder Zwei-Tages-Seminaren zu bestimmten Themen, gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, sich auch über längere Zeit hinweg fortzubilden. Eine Option sind berufsbegleitende Masterstudiengänge.

Es gibt nicht nur die eine Möglichkeit zum PR-Berater. Trotz vorhandener PR-Studiengänge sind es auch heute noch häufig Quereinsteiger, die sich für einen Job in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit entscheiden. Ein Blick auf das VOCATO-Team zeigt, wie vielfältig unsere akademischen Hintergründe sind: Wir haben eine Dolmetscherin, eine Politologin, eine Germanistin, die auch einen Abschluss in Zivilrecht hat, einen Soziologen und Medienwissenschaftler, der zuvor als Moderator und Reporter im Hörfunkbereich gearbeitet hat, eine Kommunikationswissenschaftlerin mit Hintergrund in Literaturwissenschaften und eine Germanistin, die parallel Musikwissenschaften studiert hat sowie eine Absolventin des Fachs Internationale Kommunikation.  Das Team besteht aus einem Mix an Bachelor-, Master- und Magisterabsolventen. In anderen PR-Agenturen und -Abteilungen sitzen Doktoranden oder Personen mit IHK-Abschluss. Lange Rede – kurzer Sinn: Viele Wege führen nach Rom.

Ein Masterstudium neben dem Beruf

Für all diejenigen, die nach dem Bachelorstudium erstmal in der Praxis loslegen wollen, bevor sie weiter Studienbücher durchackern, Klausuren schreiben und Präsentationen halten: Der Zug ist noch nicht abgefahren. Mittlerweile gibt es Möglichkeiten zu genüge, ein Masterstudium nachzuholen und parallel zum Job zu absolvieren. Was man sich jedoch vorher vor Augen führen sollte: Ein Studium neben dem Vollzeitjob kostet Zeit, Energie und auch Nerven – hin und wieder auch die der Mitmenschen…

Ist jedoch die grundsätzliche Entscheidung für ein Aufbaustudium gefallen, helfen im ersten Schritt  Studienportale wie studieren-berufsbegleitend.de oder Hochschulkompass bei der Wahl des richtigen Fachs und der Art des Studiums. Denn dort finden sich große Unterschiede. Es gibt duale Masterstudiengänge, bei denen Hochschule und Unternehmen vorgeben, wieviel Zeit du im Unternehmen und wieviel Zeit du in der Uni verbringst. Alternativ werden Fernstudiengänge angeboten, bei denen alles online abläuft – wer mag, kann sogar seine Klausuren online schreiben. Ebenso sind berufsbegleitende Studiengänge möglich, die als Präsenzstudium abends und/oder samstags absolviert werden können. Hier sollten Interessenten überlegen, wie man Studium und Job miteinander vereinbaren kann, wie flexibel der Arbeitgeber ist und welche Art des selbstständigen Lernens man sich selbst zutraut. Die Frage über die Finanzierung, der häufig privaten Studiengänge, muss auch geklärt sein.

Viele Arbeitgeber begrüßen ein berufsbegleitendes Engagement ihrer Mitarbeiter. So ist es auch bei VOCATO der Fall: „Wir finden es gut und unterstützen es, dass Mitarbeiter einen berufsbegleitenden Master machen. Ein Master ist eine zweite, wichtige Entwicklungsphase im Studium, die sich dann auch in der Arbeit bemerkbar macht. Vielleicht spielt dafür auch das Alter eine Rolle, sicherlich aber auch der größere Erfahrungsschatz“, kommentiert Gründerin und Geschäftsführerin Birgit.

PR-bezogene Masterstudiengänge im Überblick

Im Folgenden geben wir einen Überblick über mögliche berufsbegleitende Masterstudiengänge mit PR- und Kommunikations-Bezug:

  • IUBH – Fernstudium: Marketingmanagement (Master of Arts)

Die IUBH-Bad Honnef bietet in ihrem Fernstudienprogramm einen Master im Fach Marketingmanagement an. Da eine Abgrenzung zwischen reiner PR und purem Marketing aufgrund von Digitalisierung und dem Verschwimmen von Unternehmensbereichen nahezu unmöglich ist, bietet sich das Studium mit der Wahl-Funktionsspezialisierung im Bereich Kommunikation und Branding an. Bei diesem Studium gibt es keine Präsenzzeiten, die Studenten teilen sich ihre Lernzeit selbst ein, Vorlesungen finden per Live- oder aufgezeichneten Tutorien statt. Klausuren können online oder an Studien- und Prüfungszentren in der gesamten DACH-Region absolviert werden.

  • Macromedia Fachhochschule – berufsbegleitendes Studium: Medien- und Kommunikationsmanagement (Master of Arts)

Die Macromedia Fachhochschule hat den Studiengang Medien- und Kommunikationsmanagement entwickelt. Hierbei stehen Managementtheorien im Vordergrund sowie Inhalte aus den Bereichen Kommunikationspsychologie, Medienwirtschaft, Markenführung sowie PR und Werbung. Das Studium ist mit Präsenzzeiten verbunden, bei denen die Studenten zwei Abende unter der Woche und samstags ganztägig anwesend sein müssen. Ein Samstag pro Monat ist dabei vorlesungsfrei.

  • Duale Hochschule Baden-Württemberg – Center for Advanced Studies: Business Management – Medien und Marketing (Master of Arts)

Der Studiengang Business Management – Medien und Marketing der Dualen Hochschule Baden-Württemberg findet in Präsenzphasen und als begleitetes Selbststudium statt. Die Arbeitgeber der Studenten verpflichten sich zur Kooperation. Häufig werden reale Problemstellungen aus den Unternehmen diskutiert. Der Fokus liegt dabei auf den Medienwissenschaften. Spezialisierungen können in Brand Management und Communication, Media und Communication oder Media-Innovation-Management gewählt werden.

Neben den drei vorgestellten Varianten gibt es zahlreiche weitere Studiengänge und Hochschulen, die das berufsbegleitende Studieren ermöglichen. Dazu gehören: die FOM Hochschule für Ökonomie & Management, die accadis Hochschule Bad Homburg, die Steinbeis School of Management + Innovation und die Fernuni Hagen, uvm.
Mein persönliches Fazit: Nach knapp 1,5 Jahren und kurz vor Abgabe meiner Masterthesis und somit Abschluss des Fernstudiums an der IUBH im Fach Marketingmanagement, kann ich sagen: Ich würde es wieder tun! Auch wenn ein Masterabschluss keine direkte Anforderung meines Jobs ist, tut es dennoch gut, sich für sich selbst weiterzubilden. Zudem ist es toll, wenn Arbeitgeber und Team einen im Verlauf unterstützen – z. B. beim Brainstorming für das Masterarbeits-Thema oder in Form von freigegebener Zeit, um Termine der Uni wahrzunehmen. Und Dank des neuerlernten Wissens, kann ich mich noch besser einbringen. Auch wenn das ein oder andere Wochenende stressig war: Letztlich lohnt sich eine Weiterbildung wirklich immer. In Kürze stellen wir Euch in einem zweiten Teil des Blogbeitrags „Weiterbildung in der PR“ anderweitige Weiterbildungsmöglichkeiten für die PR-Branche vor!

Zur Übersicht findet ihr eine persönliche Liste von Pro’s und Con’s für das Fernstudium an der IUBH:

+
Komplett flexible Einteilung der Fächer und Klausuren Wenig Freizeit
Wahl zwischen Funktions- und Branchenspezialisierung Motivation muss von selbst kommen, niemand erinnert dich daran, zu lernen nach der Arbeit
Keine Präsenzphasen Keine sehr enge Bindung zu den Professoren und Dozenten
Online Lernumgebung bietet alles, was man benötigt, inkl. Bibliothek Relativ hohe Kosten bei privater Uni
Dank Social Media: Kontakt zu Kommilitonen per Facebook und Whatsapp Sehr B2C-lastige Studieninhalte
Bequeme Ratenzahlung; keine Mehrkosten bei Überschreitung der Regelstudienzeit  
Engagierte Dozenten, Professoren und Mitarbeiter  

Weiterführende Links:

http://www.zeit.de/campus/2017/s2/berufsbegleitendes-studium-master-kosten-hochschulen

https://www.hochschulkompass.de/home.html

https://www.masterstudium.info/

http://www.dapr.de/studium/master/

http://fernstudium-blog.net/

https://www.fernstudiumcheck.de/

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