Viel Arbeit hat es gemacht, das eigene Buch: Endlose Stunden am Computer, verworfene Ideen, Diskussionen über das Manuskript und Korrekturschlaufen hat es gekostet, bis der (vielleicht sogar mehrfach verschobene?) Erscheinungstermin endlich da ist und man das erste Exemplar druckfrisch in den Händen hält.

Doch wie schafft man es, das Buch nun auch bekannt zu machen?

Das Marketing vom Verlag braucht oft Unterstützung
Die Verlagshäuser sind – gerade im Fachbuchbereich – oft mäßig engagiert; sie geben schlicht zu viele Bücher heraus, als dass sie jedes einzelne von ihnen mit starken Marketingmaßnahmen unterstützen. Um (s)ein Fachbuch bekannter zu machen, muss man selbst aktiv werden. Selbstverständlich gibt es die Möglichkeit, eine selbst finanzierte Marketing-Aktion zu starten; Anzeigenkampagnen oder ähnliches werden allerdings sehr schnell sehr teuer und scheiden für Privatpersonen meist aus. Es geht aber auch anders:

Nutzen Sie die Medien für Ihr Buch
Zeitungen und (Fach-)Zeitschriften
haben oft spezielle Rubriken für Buchveröffentlichungen und/oder Buchrezensionen und -empfehlungen. Renommierte Beispiele sind die FAZ oder Der Spiegel, aber auch Fachmedien wie Konstruktionspraxis oder CRN geben Hinweise auf fachlich relevante Titel. Mit etwas Glück greifen die entsprechenden Redakteure (Tipp: genau recherchieren und gezielt ansprechen) die Inhalte einer Pressemitteilung auf. Hilfreich ist es immer, wenn man Freiexemplare oder zumindest Leseproben des Buches anbieten kann; dann können sich Redaktionen ein eigenes Bild machen, was für viele Voraussetzung ist, um zu berichten. Bestenfalls ergattert man so eine Buchvorstellung samt Leseempfehlung.

Buch-Blogs sind starke Multiplikatoren
Gleiches gilt für die Ansprache von Bloggern. Gerade im Belletristik-Bereich gibt es mittlerweile zahllose Blogs, die Neuerscheinungen vorstellen, bewerten und diskutieren (eine etwas ältere, aber immer noch aktuelle Auswertung der Buch-Blog-Szene gibt es auf Lesestunden). Im Fachbuch-Bereich sieht es anders aus: Spezielle Fachliteraturblogs gibt es keine. Für Fachbücher macht es Sinn, nach Blogs zu suchen, für die das Buch thematisch interessant ist. Das Portal bloggerei.de bietet beispielsweise die Möglichkeit, die Blogger-Szene nach Kategorien zu durchsuchen. Wichtig an dieser Stelle: Wer unter Bloggern nachhaltig ernstgenommen werden möchte, muss sich selbst aktiv am Blog-Geschehen beteiligen, indem er andere Blogs regelmäßig verfolgt und deren Beiträge kommentiert.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Rezensionen gegen Bezahlung zu erhalten. Hier muss man selbstverständlich im Bereich des Legalen bleiben – bezahlte Fake-Rezensionen fallen schneller auf, als man denkt, und beeinträchtigen die Reputation nachhaltig. Mit Portalen wie bloggdeinbuch.de und vorablesen.de bleibt man auf der sicheren Seite. Tipp: Bei der Auswahl auf die Zielgruppen und Kosten achten.

Ihr Buch in den sozialen Medien
Zudem sollten die klassischen Social-Media-Kanäle bei der Buch-PR nicht außer Acht gelassen werden. Über Facebook, Twitter, LinkedIn, Xing und Co. lässt sich Aufmerksamkeit für den neuen Titel generieren. Posts auf den eigenen Profilen können beispielsweise Links zu Leseproben oder Rezensionen enthalten, auf Websites hinweisen, die das Buch anbieten, oder das Buch im Zuge von thematisch passenden Beiträgen oder Veranstaltungshinweisen bewerben. Hier kommt es auf eine interessante Mischung an. Kleine Extras – wie zum Beispiel Gewinnspiele – verleihen den Profilen eine zusätzliche Dynamik (ein sehr gelungenes Beispiel für ein abwechslungsreiches Profil ist übrigens das Facebook-Profil des Blogs kinderbuchlesen.de).

Mit Hilfe derartiger Aktionen schafft man es, den Bekanntheitsgrad des Buches in die Höhe zu treiben, bei passenden Suchanfragen im Internet schnell(er) gefunden zu werden – und bei den einschlägigen Online-Shops positive Bewertungen zu erhalten. Neben denen, die man natürlich von Verwandten, Kollegen und Freunden erbeten hat…  😉

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