Fremdcontent kreativ „klauen“

Wer kennt es nicht: Der nächste Post für die firmeneigenen Social-Media-Kanäle wie Twitter, Facebook, LinkedIn und Co ist längst überfällig; es passiert im Unternehmen aber gerade „so rein gar nichts“, das man posten könnte?! … Was tun?
Nichts posten und einfach abwarten ist definitiv der falsche Weg. Denn bei Social Media ist es wichtig, eine konstante Frequenz aufrechtzuerhalten, will man als Unternehmen von den Möglichkeiten der sozialen Netzwerke profitieren und eine hohe Reichweite erzielen. Es bleibt also nur Plan B: Fremdcontent nutzen. Aber richtig, bitte!

Beispiel 1: Branchenrelevante News verarbeiten

Ab und zu Inhalte von anderen Websites oder Social-Media-Kanälen zu teilen, ist erlaubt. Es kann sich sogar positiv auswirken. Zum einen, weil zusätzliche Inhalte ein bereites Themengebiet abdecken, zum anderen, weil durch das Teilen Influencer und gegebenenfalls neue Follower auf die eigene Seite aufmerksam werden können. Wichtig ist, dass der Bezug zum eigenen Unternehmen gewahrt bleibt. So können für die Branche relevante Studienergebnisse, Veröffentlichungen von Branchenverbänden (z. B. Marktzahlen oder -Prognosen) oder spannende Fachartikel rund um die eigene Themenwelt einen echten Mehrwert für die Follower bieten. Noch besser: Versieht man den Fremdcontent zusätzlich mit einem eigenen Kommentar oder Statement sowie den richtigen Hashtags, positioniert man sich „ganz nebenbei“ glaubwürdig als Experte auf dem betreffenden Gebiet.

Beispiel 2: „Menschelnde“ Inhalte kreieren

Anstehende Feiertage oder jährlich wiederkehrende Motto- oder Aktionstage lassen sich oft auf das eigene Unternehmen übertragen – wenn nötig „mit einem kleinen Schwenk“. So kann man am „Tag der Komplimente“ eine bestimmte Abteilung loben, am „Tag des Ehrenamtes“ das soziale Engagement eines Mitarbeiters würdigen oder am „Tag des Hundekuchens“ die bevorzugte Hundekuchenmarke des Bürohundes preisgeben. Derartige Beiträge dürfen ruhig spaßig und unterhaltsam sein, tragen sie doch dazu bei, das Unternehmen menschlich wirken zu lassen. Gleiches gilt für Feiertagsposts: So können Unternehmen aus der Chemie- und Pharmabranche, die die chemische Zusammensetzung von Ostereierfarbe posten, Branchenkenntnisse und Festtagsgrüße durchaus unterhaltsam miteinander verbinden.

Beispiel 3: Events nutzen

Events sind – unabhängig davon, ob man selbst daran teilnimmt oder nicht – immer gut geeignet, um Content-Lücken zu füllen. So eigenen sich beispielsweise Branchenmessen oder -kongresse sowohl für einen Veranstaltungshinweis als auch für einen Expertenkommentar zu den Key-Themen. Aber auch branchenfremde Events von großem öffentlichen Interesse, wie z. B. Fußballweltmeisterschaften oder die Olympischen Spiele, eröffnen vielfältige Möglichkeiten: Ein Post zum Thema Teamgeist (in der eigenen Firma) ist ebenso denkbar, wie ein Glückwunsch-Siegerfoto zum unternehmensinternen Tippspiel.

Unser Tipp: ein Redaktionsplan

Auch wenn sich derartige Posts im Notfall auch einmal „auf die Schnelle“ erstellen lassen, im besten Fall hat man immer einen mittelfristigen Redaktionsplan in der Hinterhand. Dieser enthält neben dem bereits planbaren hausgemachten Content (z. B. ein terminierter Produkt-Launch, die Teilnahme an einer Fachmesse, ein Firmenjubiläum oder Mitarbeiter-Events wie Firmenläufe oder Sommerfeste) auch ausgewählte Fremdcontent-Ideen: Zwei bis drei pro Kalenderwoche – und selbstverständlich zugeschnitten auf die gewünschten Ziele und Zielgruppen. Wer, was diese anbelangt, noch unsicher ist, sollte im Zuge eines Social-Media-Workshops zunächst die richtige strategische Grundlage schaffen.

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