Die wichtigsten ersten Schritte

Versicherungsmakler stehen in der Kommunikation mit ihren Kunden vor einer besonderen Herausforderung: Sie wollen in ihrem lokalen Umfeld ihren Namen als Marke etablieren, stehen aber zugleich für das Image der Versicherung(en), deren Produkte sie verkaufen. Wie passt das in eine Social Media-Strategie? Lässt sich alles miteinander vermischen, oder sollte man gar zweigleisig fahren?

Wie so oft gilt auch hier: Weniger ist mehr. Während die Versicherungsunternehmen selber Social Media nutzen, um ihre Marke zu führen und auf neue Services, Rabatte oder Produkte aufmerksam zu machen, sollten sich Makler darauf konzentrieren, sich in ihrem direkten Umfeld über spezielle Versicherungsthemen als Experte zu positionieren.
Wer noch über die richtige Strategie für sich selbst nachdenkt, sollte Folgendes beachten:

1.    Fange klein an.
Die Erwartungen sollten dem bisherigen Geschäftsverlauf einer Vermittlungsagentur entsprechen: Wer real kaum 30 Besucher pro Woche empfängt, sollte auch auf Facebook und Twitter nicht gleich mit 300 Followern rechnen. Für alle Firmen dauert es eine Weile, bis sie ihr Umfeld in Social Media verstanden und die richtigen Kanäle  für sich selbst herausgefunden haben. Es ist auch nicht davon auszugehen, dass Dein Content sofort viral weiter verbreitet wird – dazu bedarf es einer großen Community und zumeist auch überregionaler Relevanz.

2.    Sei schnell.
Vermittler können über Social Media extrem schnell reagieren und sich als Experte zu Veränderungen im Markt äußern. So sind gesetzliche Neuerungen ein gutes Trittbrett, um den Followern mit verständlichen Interpretationen echten Mehrwert zu bieten. Desgleichen können zum Thema hilfreiche Artikel und Meinungen Dritter gepostet werden. So macht man sich selbst zur Quelle relevanter und glaubhafter Informationen. Allgemeine Rückfragen können hier auch im Dialog mit den Followern geklärt werden – auch wenn bei detaillierten Schadenfällen oder hinsichtlich eines individuellen Vertrags natürlich die persönliche Kommunikation vorzuziehen ist.

3.    Binde Inhalte Dritter mit ein.
Das Entwickeln von Inhalten ist auf die Dauer eines der größten Hindernisse für gute Social Media Kommunikation. Deshalb ist es wichtig, auch Wissenswertes von guten externen Quellen anzubieten. Das können Artikel aus nationalen Zeitungen sein, Diskussionen in Online-Fachforen oder hilfreiche Grafiken zum Verständnis eines Versicherungsthemas. Der so genannte „Content“ ist dabei nicht als Einweg-Produkt zu verstehen: Ein Text oder Social Media-Post sollte, einmal geschrieben, mehrfache Verwendung finden. Möglichkeiten dafür gibt es viele: die eigene Homepage, das nächste Kunden-Mailing oder auch mal die lokale Presse.

4.    Suche Dir die richtigen Helfer.
Um Prozesse zu vereinfachen oder Synergien zu nutzen, gibt es auch für Social Media bereits zahlreiche Tools. Basic sind zum Beispiel solche, mit denen man Content vorproduzieren und zu einem bestimmten Zeitpunkt versenden kann, oder solche, die gleich mehrere Social Media-Plattformen zugleich bedienen. Wo liegt Dein größter Schmerzpunkt? Ist es das Schreiben? Das Recherchieren von Content? Liefert der Partner-Versicherer eventuell schon vorgefertigte Informationen? Es gibt viele Wege. Marketing über soziale Netzwerke muss nicht kompliziert sein, sondern nur sinnvoll geplant werden. Eine weitere Möglichkeit ist auch die Unterstützung durch Social Media Freelancer oder PR-Agenturen, die das regelmäßige Posten in sozialen Netzwerken überwachen, Texte schreiben und im Idealfall auch Anregungen für Themen geben.

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