Zuhören als Basis für erfolgreiche Kommunikation

Heute ist der Tag des Zuhörens. Diese Fähigkeit gehört für uns als Kommunikationsprofis zu einem unserer wichtigsten Arbeitswerkzeuge. Denn so erfahren wir, was unseren Gesprächspartner, das Unternehmen oder die Branche bewegt, verstehen auch, was unser Gegenüber sagt, und können die Botschaften effektiv nutzen und weiterverwerten. Zuhören ist die Basis für eine offene, lösungsorientierte Kommunikation und für eine erfolgreiche Zusammenarbeit – mit Kollegen, Kunden, Journalisten und weiteren Gesprächspartnern.

Konzentriert wie ein Goldfisch

Was zunächst einfach klingt, ist es bei näherer Betrachtung aber nicht. Zwar entwickeln wir schon als Embryo die Fähigkeit des Hörens, das Zuhören aber muss erlernt werden. Doch im digitalen Zeitalter mit all seiner medialen Informationsflut und unserem eigenen social life im Web, fällt es schwer, sich auf eine Sache oder ein Gespräch zu konzentrieren. So stellte eine Studie von Microsoft Kanada vor einigen Jahren die Behauptung auf, dass sich die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne eines Menschen zwischen 2000 und 2013 von 12 auf 8 Sekunden verringert hat. Selbst Goldfische könnten sich länger auf eine Sache konzentrieren, nämlich 9 Sekunden. Das Untersuchungsergebnis sorgte für großen öffentlichen Wirbel und wurde viel diskutiert.

Tatsächlich ist es ein Faktum, dass sich unsere Aufmerksamkeitsspanne wandelt. Gerade in einem Gespräch im Geschäftskontext legen wir uns häufig schon während der Rede unseres Gegenübers eine Antwort zurecht, um schnell eine Lösung oder eine Idee parat zu haben und um aufmerksam zu wirken. Aber sind wir das wirklich, nur weil wir schlagfertig sind?

Zuhören und verstehen

Der Harvard-Forscher William Ury hat festgestellt, dass aufmerksames, aktives Zuhören oft schwer fällt. Ury: „Es gibt so viel Lärm und Ablenkung, sodass wir nicht den gedanklichen und emotionalen Raum haben, um der anderen Seite wirklich zuzuhören.“

Hier ist die eigene Courage gefragt – mutig zu sein, das Gesagte nachwirken zu lassen, durch gezieltes Nachfragen noch besser zu verstehen und so zu einer guten Lösung zu kommen. Als PR-Profis gehört es zu unseren wesentlichen Aufgaben,

  • den Journalisten zuzuhören und zu verstehen, was sie an Informationen benötigen,
  • den Kunden zuzuhören und zu verstehen, was ihnen wichtig ist und welche Botschaften sie senden möchten,
  • zu erreichen, dass die Journalisten uns zuhören, indem wir passendes Material liefern.

Durch aktives Zuhören erhöhen wir nicht nur die Erfolgsaussichten auf die Veröffentlichung eines Beitrags oder die Platzierung eines Themas, sondern schaffen auch Vertrauen und verbessern die Kommunikation im Sinne des Kunden insgesamt.

Für uns als Kommunikatoren ist das Interview sicherlich die Königsdisziplin in Sachen Zuhören. Denn hier kommt es darauf an, dem Gesprächspartner genau zuzuhören, ihn Gedanken in Ruhe ausführen zu lassen, um dann gezielt Fragen zu stellen. Das ist die Basis für ein informatives und lesenswertes Interview.

Es lohnt also, die Kunst des Zuhörens zu erlernen. Im Netz kursieren dazu zahlreiche Tipps und Tricks. Bei diesen sieben Tipps lohnt es sich, die Aufmerksamkeitsspanne von 8 auf 100 Sekunden zu erhöhen: Sieben Tipps für aktives Zuhören

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