Als Nachzügler gestartet sind Logistikunternehmen heute stark engagiert im Social Web. Am meisten nutzen sie die sozialen Medien für die Unterstützung von Vertrieb, Marketing und PR, als Instrument für ein verbessertes Kundenbeziehungsmanagement oder zur Mitarbeiterrekrutierung, weniger für das Supply Chain Management und die Distribution.

Macht von Google
Am häufigsten verwendet wird Facebook, dicht gefolgt von Xing. Google+ findet in den meisten Fällen keine Berücksichtigung. Blogs werden ebenso häufig wie Twitter genutzt; beides rangiert an dritter Stelle in der Beliebtheitsskala.

YouTube – oft unterschätzt
Eher noch ein Schattendasein bei den Logistikern führt YouTube. Dabei ist es die Top Suchmaschine nach Google. Videos sind ideal, um Services und Geschäftsmodelle zu erklären und Vertrauen in die Marke aufzubauen. Wichtig ist ein hoher Grad von Professionalisierung: Die Filme sollten gut gemacht, nicht zu lang sein und inhaltlichen Mehrwert bringen.

Social Media braucht Zeit
Die erforderliche Zeitdauer für die Realisierung nachweisbarer wirtschaftlicher Erfolge im Verkauf, bei der Generierung von Leads, dem Website-Traffic und dem Ranking bei Google durch Social Media wird oft unterschätzt. Aktuelle Untersuchungen zeigen (Social Media Industry Report, Michael A. Stelzner), dass dies erst nach durchschnittlich fünf Jahren der Fall ist.

Ohne Strategie geht nichts
Das A und O beim Einsatz von Social Media ist eine Strategie. Was sind die Erwartungen an Social Media, was ist dem Unternehmen wichtig und vor allem was ist sinnvoll? Am Anfang steht die Frage: Wen will ich über welche Kanäle mit welchen Inhalten ansprechen? Schritt zwei ist die Auswahl von Social Media-Kanälen passend zu Zielgruppen und Zielen. Nicht fehlen dürfen Social Media Guidelines, die festlegen, wer was im Unternehmen sagen darf, und die Benennung eines Social Media Managers/Verantwortlichen im Unternehmen. Ein Themenfahrplan stellt regelmäßigen Content und die Interaktion mit Nutzern sicher. Ebenso wichtig ist ein Community Management für das Handling der Interaktionen mit Nutzern. Mit Social Media Monitoring Tools können Unternehmen den Erfolg im Web messen.

Social Media bedeutet nicht nur die Erschließung neuer Kommunikationskanäle, sondern auch die Initiierung eines öffentlichen Dialogs im Social Web, den es bislang noch nicht gab. An dieser Stelle müssen sich Logistiker kritisch die Frage stellen, ob sie das wollen und ob die eigene Unternehmenskultur dafür geeignet ist.

Ein Gedanke zu “Wieviel Social Media brauchen Logistiker?

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