Mit Strategie zum erfolgreichen B2B Blog

7 Punkte für dein Blogkonzept

Unternehmen mit Corporate Blogs generieren 67 Prozent mehr Leads pro Monat als jene ohne Blog, so die Marketing-Experten von Demand Metric. Ein Unternehmensblog führt darüber hinaus zu fünfmal mehr indexierten Seiten und einer Verdopplung der indexierten Links, was den SEO-Aktivitäten sehr zuträglich ist! Nun es es nicht allzu schwer einen Corporate Blog aufzusetzen – aber wie erhält er Gewicht?

Mit welchen Inhalten und welcher Strategie könnt ihr im B2B-Segment punkten und euch einen Expertenstatus erarbeiten?

Auch B2B-orientierte Unternehmen haben längst erkannt, dass sie mit einem Corporate Blog einen zusätzlichen Kommunikationskanal haben, der in vielerlei Hinsicht sinnvoll ist: Mehr dazu, warum ein Blog ein sinnvolles Marketinginstrument ist, haben wir bereits diesem Beitrag zum Corporate Blog mit euch geteilt. Dennoch verblassen oder verwaisen viele Corporate Blogs im Laufe der Zeit. Warum ist das so?

Strategisches Vorgehen beim B2B-Blog

Etablierte Tools wie WordPress oder Joomla helfen beim schnellen Aufsetzen eines Blogs. Aber dann geht die Arbeit ja erst richtig los: Ein Weblog ist immer hungrig, will mit Inhalten gefüttert werden und diese möglichst noch up to date halten.

Was soll veröffentlicht werden? Wer schreibt es? Und wichtiger noch: Wer soll es lesen? Mit diesen Fragen sind wir schon mittendrin in der Strategie für einen Fachblog: Denn ein Blog sollte kein Sammelbecken für Texte sein, die irgendwann einmal der Feder von PR-Leuten, Vertrieblern oder der Geschäftsleitung entsprungen sind. Ein Blog sollte eine klare Ausrichtung haben, damit potenzielle Leser ihn finden und seine Inhalte als Mehrwert verstehen. Nur so generiert er auch Leads für das Unternehmen.

Aspekte eines Blog-Konzepts

  1. Ziel: Welches Ziel hat der B2B-Blog: Interessenten gewinnen: Neue Kunden oder Mitarbeiter? Wollt ihr euch mit Fachthemen als Experten positionieren und dem Blog viele exklusive Inhalte und Materialien für Spezialisten beimischen?
    Setzt euch klare Ziele, um euch nicht zu verzetteln.
  2. Zielgruppe: Stellt euch stets die Frage, wer eure Leser/innen sind: Welchen Informationsstand haben diese und wie lesen/suchen sie im Internet? Welche Erwartung haben sie? Um das herauszufinden, ist es hilfreich, innerhalb der Zielleserschaft bestimmte Persona zu definieren: So erhält man ein gutes Bild von den Bedürfnissen eurer Zielgruppen.
  3. Themenwahl: Wer seine Zielgruppen kennt, hat auch bereits ein klares Bild davon, was diese interessiert. Fragt euch: Wie könnt ihr einen richtigen Mehrwert bieten? Was bietet ihr also auf dem Blog, was nicht schon woanders steht? Bleibt bei den Themen für euren Blog zunächst in einem engen Radius, damit der Blog ein klares Profil erhält.
  4. Themenumsetzung: Um hohen Nutzwert zu liefern, reicht es nicht, alte Themen einfach aufzubereiten. Mit jedem Blogbeitrag gibt ein Unternehmen sein Wissen preis – dies sollte detailreich geschehen und auf fundierten Recherchen beruhen, gerne auch mit Zusatzmaterial wie Grafiken oder Wissenswertem gespickt sein. Außerdem sollte jeder Text viele interne und externe Links enthalten, um den Blog gut zu vernetzen.
  5. Autoren: Die meisten Corporate Blogs werden von Teams aus mehreren Autoren bestückt. So verteilen Unternehmen die Arbeit auf viele Schultern und können einen Blog lange aufrechterhalten. Schließlich ist ein B2B-Blog eine zusätzliche Aufgabe neben dem Tagesgeschäft. Jeder Mitwirkende sollte sich daher klar bekennen und langfristig interessiert sein. Im Gegenzug sollte jeder im Team die Freiheit genießen, eigenverantwortlich am Blog mitzuarbeiten.
  6. Vermarktung: Blogs erhalten Reichweite durch Interaktion sowie durch Links und Backlinks. Vernetzt euch daher mit anderen B2B-Bloggern und Influencern, kommentiert oder verlinkt zu diesen. Umgekehrt erhält der eigene Blog Relevanz, wenn möglichst viele Dritte auch auf ihn (zurück-)verlinken. Dazu zählen auch Social-Media-Kanäle: Teilt also jeden Blogbeitrag auch auf euren eigenen Kanälen fleißig. Auch auf der Corporate Website sollte der Blog gut auffindbar sein. Grundsätzlich gilt wie beim SEO: Je mehr Interaktion, Aktivität und Erneuerung bei den Inhalten, desto eher steigt ein Blog in der Wahrnehmung. 
  7. Evaluierung: Sobald der Blog einige Zeit online ist, ist es wichtig, regelmäßig zu überprüfen, welche Aufmerksamkeit er erzielt. Valide Erfolgskriterien sind beispielsweise die Klickraten aus Social Media auf den Blog – ebenso aber die Klicks auf interne Links. Die Analyse-Tools der Plattformbetreiber WordPress & Co. geben darüber hinaus Einblick in die Anzahl der Leser und Follower sowie den beliebtesten Themen. Auf Basis einer regelmäßigen Auswertung lassen sich für die Zukunft Schwerpunktthemen und Verbesserungen ableiten.

Auf die Plätze, fertig, Blog!

Unternehmen sollten sich im Vorfeld überlegen, ob und wie sie diese Aufgabe angehen können, denn es gilt wie bei allen Social-Media-Kanälen: Nichts ist schlimmer als ein brachliegendes Sprachrohr, das nicht gepflegt wird.

Helfen können da Kommunikationsagenturen: Sie kennen die bisherige Kommunikationsstrategie und wissen, welche Themen bei welchen Zielgruppen ankommen. Bei der Umsetzung – also dem Schreiben der Beiträge – ist immer auch eigenes Engagement gefragt. PR-Partner können unterstützen, aber speziell die Themenwahl muss im engen Austausch mit den Hauptakteuren erfolgen. Mit einer klaren Aufgabenteilung wird der B2B-Blog rund und lässt sich mit verteilten Ressourcen gut stemmen!

Weitere Infos:

Wie viele Blogs gibt es in Deutschland eigentlich? Allein deutschlandweit gibt es mindestens eine halbe Millionen Corporate Blogs, wie die Blogspione, zuletzt 2018, auf Basis verschiedener Thesen ermittelt haben.

3 Beispiele für gute Corporate Blogs:

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