Influencer Relations im B2B

Tipps für die erfolgreiche Zusammenarbeit

Sie sind auf Social Media die Multiplikatoren schlechthin und echte Thought Leader auf ihrem Themengebiet: B2B Influencer. Unternehmen, die den passenden Experten für ihre Botschaften gewinnen können, erreichen nicht nur eine hohe Reichweite, sondern steigern auch das Vertrauen in ihre Produkte und Leistungen. Höchste Zeit also, einen Blick auf Influencer Relations zu werfen.
Was macht einen B2B Influencer aus?

Was macht einen B2B Influencer aus?

Vom Wissenschaftler über den Fachjournalisten und Blogger bis hin zu den eigenen Mitarbeitern – sie alle haben gemein, dass sie Experten auf einem spezialisierten (Nischen-) Gebiet sind. Ob IT, New Work, Mitarbeiterführung, Agrartechnik – wer sein Know-how und Insiderwissen auf Social-Media-Kanälen wie LinkedIn oder Instagram richtig in Szene setzt und damit ein (großes) Netzwerk aufbaut, wird zum B2B Influencer. Jedoch bezeichnen sich die meisten nicht als solche, sondern sehen sich vielmehr als Experten ihrer Branche.

In den vergangenen Jahren haben sich beispielsweise Frank Thelen mit über 300.000 Followern, Céline Flores Willers (> 90.000 Follower) oder Philipp Depiereux (> 35.000 Follower) auf LinkedIn einen Namen als Meinungsträger gemacht.

Influencer Relations = Influencer Marketing?

Nein. Die zwei Felder überschneiden sich in der Praxis zwar häufig, Influencer Marketing ist jedoch meistens durch eine entgeltliche Leistung geprägt (paid Media). So bezahlen Unternehmen beispielsweise einen Influencer für die Mitwirkung in einer einmaligen Kampagne. Influencer Relations hingegen bezeichnet die langfristige Beziehung zwischen Unternehmen und Influencer. Dabei geht es darum, den Kontakt zum Though Leader durch regelmäßige Interaktionen auf Social Media aufrechtzuerhalten und auszubauen.

Die Herausforderung: Interessanten Content mit Mehrwert erstellen, den B2B Influencer von sich aus über ihre Profile teilen, das Unternehmen verlinken oder den Beitrag kommentieren (earned Media). Eine Gegenleistung ist dabei in der Regel nicht gegeben.

B2B Influencer Relations: Was muss ich beachten?

  1. Den passenden Influencer finden

    Klingt einfach, ist es… selten. Wichtig ist, dass sich der Experte genau auf dem von Euch festgelegten Themenfeld bewegt und zu den Werten des Unternehmens passt. Nicht immer ist der Influencer mit der höchsten Reichweite auch die optimale Auswahl.

  2. Kontakt aufbauen

    Verschafft Euch vor der Kontaktaufnahme einen Überblick über die aktuellen Themen, die der Influencer zurzeit fokussiert. Steigt in Gespräche und Diskussionen auf den Social-Media-Kanälen ein und werdet so Teil der Kommunikation mit dem Influencer und seiner Community. Dabei ist es deutlich einfacher, mit Mikro-Influencern (unter 100.000 Follower) in Kontakt zu treten und wahrgenommen zu werden.

  3. Die Kontaktaufnahme

    Bei der Ansprache gibt es (bislang) keine einheitliche Richtlinie. Ob über E-Mail, Telefon, direkt über den Social-Media-Kanal oder gar eine Agentur, das handhaben die Influencer ganz unterschiedlich. Doch egal welche Kommunikationsform, eines bleibt bei allen wichtig: Informationen und Anliegen solltet Ihr kurz und prägnant vorstellen. Hilfreich kann zudem sein
    • Infomaterial zusammenzustellen,
    • den Influencer miteinzubeziehen und nach der Meinung/Einschätzung zum Vorschlag zu fragen und
    • die Person zu einem persönlichen bzw. virtuellen Treffen einzuladen und dabei einen Mehrwert bieten. Zum Beispiel ein Blick hinter die Kulissen in der Produktion oder bei einer Veranstaltung.

  4. Absehen solltet Ihr – wie auch bei der klassischen Medienkontaktarbeit – von Standard-E-Mails, die sich weder mit der Person noch mit deren Expertentum auseinandersetzt. Die Erwartung von kostenloser Werbung oder Content-Erstellung hat im Bereich Influencer Relations ebenfalls nichts zu suchen. Auch wenn Ihr an einer langfristigen gegenseiteigenen Kooperation interessiert sind, so hat der Influencer daran möglicherweise kein Interesse.

Langfristige Beziehung aufbauen

timmt die Absprache untereinander und alle Beteiligten haben Interesse daran, sich gegenseitig auf Social Media zu unterstützen, ist der erste Schritt getan. Jetzt geht es an die Beziehungspflege: Folgt den Profilen des Influencers (falls noch nicht geschehen), abonniert seinen Newsletter und/oder seinen Blog, teilt seine Beiträge in den sozialen Netzwerken, kommentiert fleißig und vergesst nicht, die Person in Euren Stories und Posts zu verlinken. Engagement auf den Social-Media-Kanälen ist das A und O. Das soziale Networking gilt auch für „live“ Meetings. So ist es beispielsweise wichtig, die Beziehung auf Veranstaltungen auszubauen und Wissen persönlich auszutauschen.

Don‘ts

Jetzt läuft doch alles rund. Damit das auch so bleibt, zuletzt noch ein paar Hinweise, was Ihr in der Zusammenarbeit mit Influencern unbedingt vermeiden solltet:

  • Die inhaltliche Freiheit bei der Umsetzung von vorgeschlagenen Ideen beschränken. Wir erinnern uns: Wir wollen eine langfristige Beziehung mit gegenseitigem Mehrwert und Respekt aufbauen.
  • Den Content des Influencers vor Veröffentlichung zur Durchsicht anfordern.
  • Auf Social Media Posts, die im Rahmen einer Kooperation entstanden sind, nicht reagieren.

Mit diesen Tipps sollte nichts mehr schieflaufen. Wir wünschen viel Erfolg bei der Zusammenarbeit mit den Experten und Meinungsführern aus der B2B-Welt.

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