Die Publikation ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunikationsstrategie

Intranet, soziale Medien, E-Mail Newsletter – es gibt zahlreiche digitale Tools für die interne Kommunikation. Sind da gedruckte Mitarbeiterzeitungen überhaupt noch zeitgemäß? Ein klares Ja! Auch in Zeiten der Digitalisierung bleiben Mitarbeiterzeitungen – egal ob nun gedruckt oder online abrufbar – ein unverzichtbares Kommunikationsinstrument. Eine zwingende Voraussetzung ist: Die Zeitschrift muss sich nahtlos in die übrigen Kommunikationsmaßnahmen einfügen.

Aber was bringt die Mitarbeiterzeitung überhaupt? Zum einen dient sie als Schnittstelle zwischen Mitarbeitern und Unternehmensführung. Die Zeitung vermittelt redaktionell aufbereitete Inhalte und passt sich so den Bedürfnissen der Belegschaft an. Zum anderen leistet sie in Sachen Employer Branding einen ganz besonderen Beitrag: Die Publikation schafft Transparenz, hilft dabei, Zusammenhänge im Unternehmen zu verstehen und weckt Verständnis für die Kollegen. Dabei trägt die Zeitschrift entscheidend zur Mitarbeitermotivation bei. Und somit letztendlich auch zur langfristigen Mitarbeiterbindung. Ein weiterer Vorteil: Gezieltes Informieren der Kollegen vermeidet das Phänomen „Flurfunk“ und lässt die Gerüchteküche verstummen.

Ein Spiegel der Unternehmenskultur
Durch die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten in Text und Grafik schafft es das Mitarbeitermagazin wie kein anderes Kommunikationsinstrument, Inhalte emotional zu vermitteln. Denn neben Informationen zur Lage des Unternehmens finden sich im Magazin auch unterhaltende Elemente wie Fotos von (internen) Veranstaltungen oder Illustrationen. Würdigungen von Mitarbeitern durch Meldungen zum Firmenjubiläum oder Glückwünsche zur Hochzeit zeigen sowohl die Wertschätzung für die Leistung des Mitarbeiters, als auch das Interesse an seiner Person. Mitarbeiterzeitungen sind nicht nur ein Spiegel der Unternehmenskultur, sie können diese auch maßgeblich mit beeinflussen.

Wenn die Mitarbeiterzeitung zusätzlich zum Printprodukt (oder ausschließlich) als Online-Magazin oder Mitarbeiter-App veröffentlicht werden soll, sind noch einige weiter Faktoren zu beachten. Die digitalen Versionen dürfen kein kopiertes PDF der Printausgabe sein, sondern sollten vielmehr durch ein eigenes Konzept und zusätzliche Funktionen überzeugen. Die multimedialen Inhalte müssen auf die ganzheitliche, verzahnte und breitgefächerte Medienstrategie einzahlen.

Bevor ein Unternehmen eine Mitarbeiterzeitung ins Leben ruft, sollten folgende Punkte geklärt werden:

  • Was möchten wir den Mitarbeitern mit der Unternehmenszeitung sagen?
  • Welche Gruppen von Mitarbeitern haben wir und wo liegen ihre jeweiligen Interessen?
  • Welche Informationen sollen die Mitarbeiter von Unternehmensseite aus erfahren?
  • Mit welchen Themen abseits von Unternehmensinformationen können wir den Lesern einen Mehrwert bieten?
  • Haben wir genug finanzielle und personelle Ressourcen, um die Zeitung kontinuierlich zu realisieren?
  • Wie können wir sicherstellen, dass die Zeitung auch alle Mitarbeiter erreicht? (Home-Arbeitsplätze, digitale und nicht-digitale Arbeitsplätze wie etwa die Werkbank oder im Handel)

Aber nicht nur der Inhalt und die organisatorischen Aufgaben sind wichtige Bestandteile für ein gelungenes Projekt. Die Mitarbeiterzeitung ist ein redaktionelles Medium und sollte dementsprechend auch journalistisch und grafisch aufbereitet sein. Verschiedene Darstellungsformen wie Bericht, Interview, Reportage oder auch Kurzporträts bieten den Lesern Abwechslung. Sie geben außerdem die Möglichkeit, Hintergrundinformationen zielgruppengerecht zu erklären. Auch die Heftdramaturgie – sprich die Seitenabfolge innerhalb der Zeitung – trägt einen entscheidenden Teil zum Erfolg bei. Lebendige Sprache rundet das redaktionelle Gesamtpaket ab.

Neben dem journalistischen Anspruch ist ein professionelles Layout wichtig. Informative und verständliche Grafiken sowie eine geeignete Auswahl an Fotos und Typografien machen ein Magazin spannend. Für diesen Arbeitsschritt sollte am Ende einer Produktion noch genügend Zeit verwendet werden. Durch gute haptische Qualität (zum Beispiel durch hochwertiges Papier) gewinnt die Mitarbeiterzeitung zusätzlich an Wert.

Kurz und knapp: die Vorteile einer Mitarbeiterzeitschrift

Die Mitarbeiterzeitung…

  • … steigert die Mitarbeitermotivation
  • … beugt Gerüchten und „Flurfunk“ vor
  • … würdigt sowohl die Leistung des Einzelnen und als auch des Teams
  • … weckt Verständnis für Unternehmen und Kollegen
  • … gewährleistet den Transfer von Wissen innerhalb der Firma
  • … erhöht die Mitarbeiterbindung
  • … stärkt das „Wir“-Gefühl zwischen den Mitarbeiter

 

Vorbildlich: Best-Practice-Beispiele für gelungene Mitarbeiterzeitungen

Der INKOMETA Award für erfolgreiche Kommunikation hat auch in diesem Jahr die besten Mitarbeiterzeitungen gekürt. In sieben Kategorien ehrt die Jury die Gewinner in Sachen interne Kommunikation.

  1. Best of Class: Vodafone „DIGITAL HEALTH – Fit for Business
  2. Bestes Mitarbeitermagazin (print): Osram „Prisma
  3. Best of Design: Bayer Business Services „now
  4. Bestes Cover: NORD/LB „361°
  5. Beste eMaz (digital): ING-DiBa „Du
  6. Beste Mitarbeiter-App: Deutsche Telekom „Service Dialog App
  7. Beste journalistische Qualität: Total Deutschland „Atrium

Ein Gedanke zu “Die Mitarbeiterzeitung: Paradedisziplin der internen Kommunikation

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s