Storytelling in Social Media

Die Geschichte hinter komplexen B2B-Produkten

Mit spannenden Geschichten gelingt es Unternehmen, eine emotionale Bindung zu (potenziellen) Kunden aufzubauen und Informationen einprägsam zu vermitteln. Was in den Marketingabteilungen bereits seit Jahren fester Bestandteil ist (bestes Beispiel RedBull), hat sich auch in den sozialen Netzwerken etabliert. Doch wie funktioniert die Methode eigentlich bei komplexen oder abstrakten Produkten und Leistungen aus der B2B-Welt?

Denn an diesem Punkt sind wir uns sicherlich einig: Emotionen für Server- und Storage-Lösungen oder für Pumptechnik hervorzurufen, ist schwerer, als es für Beauty-Produkte, Autos und Reiseziele der Fall ist. Folgende Punkte können dabei helfen.

How to Storytelling auf Social Media?

Wir empfehlen Euch folgende Schritt-für-Schritt Vorgehensweise, um eine packende und plattformgerechte Geschichte für komplexe B2B-Produkte zu entwickeln:

1.  Das Unternehmen verstehen

Ein authentischer Social-Media-Auftritt gelingt auch mit Storytelling nur dann, wenn Alleinstellungsmerkmale und Besonderheiten des Unternehmens richtig erfasst wurden. Wenn Ihre eine glaubhafte Story erzählen möchtet, müsst ihr beispielsweise wissen, welche Unternehmenskultur gepflegt wird und welche Visionen und Leitsätze eine Firma verfolgt. Anschließend gilt es, die Ziele der Storytelling-Kampagne auf den unterschiedlichen Social-Media-Kanälen festzulegen und sie ggf. in eine bereits vorhandene Social-Media-Strategie einzubetten.

2. Das Produkt verstehen

Ihr solltet die Dienstleistung, das Produkt oder die „Message“, die im Fokus des Storytellings steht, genau verstehen. Nur dann könnt ihr eine passende Geschichte erzählen, die auch wirklich ankommt. Wir empfehlen deshalb ausführliche Briefing-Gespräche mit den verantwortlichen Produktentwicklern, Mitarbeiter etc. Erstellt im Vorfeld einen Fragenkatalog, sodass sich eure Ansprechpartner gut auf den Austausch vorbereiten können. Bestenfalls schaut ihr Euch das Produkt vor Ort in echt an! Findet heraus, was die USPs sind und wie die Konkurrenz aufgestellt ist.

3. Zielgruppe und Plattform verstehen

Wen möchtet ihr mit eurer Geschichte erreichen? Legt im Vorfeld eure Zielgruppe(n) genau fest. Die Definition sogenannter Personä helfen dabei, die Pain Points herauszuarbeiten und eure Story passgenau zuzuschneiden. Denkt dabei auch an die richtige Auswahl der Social-Media-Plattform(en). Auf einer Business-Plattform wie LinkedIn bewegen sich teils andere Zielgruppen als auf Instagram – eine Story und Bildmaterial, das auf LinkedIn gut funktionieren können in anderen sozialen Netzwerken beispielsweise floppen. Inhalte und Format der Storytelling-Kampagne sollten daher sowohl auf eure Zielgruppe(n) als auch auf die Plattform und ihre Funktionen ausgerichtet werden.

4. Storylines erstellen

Jetzt ist es soweit, und Ihr könnt Euch an die eigentliche Story machen. Wir empfehlen, mehrere Storylines aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erstellen. Denn während Zahlen und Daten für die einen interessant sind, möchten andere emotional über den Faktor „Mensch“ abgeholt werden (Beziehungen, Familie, Freundschaft etc.). Konzentriert euch auf die Bedürfnisse eurer Zielgruppe(n) und kreiert verschiedene Anwendungsfälle. Erlaubt zum Beispiel auch einen Blick „behind-the-scences“ und zeigt, welches Team hinter einem Produkt steht und wie die Entwicklung ablief. #Teamwork

Abwechslungsreiche Formate wählen

Eure Storylines sollten unterschiedliche Content-Formate beinhalten. Das schafft Abwechslung und verhilft zu noch mehr Aufmerksamkeit. Arbeitet zum Beispiel mit:

  • Videoformaten (Zum Beispiel Interview mit den Entwicklern)
  • Bildmaterial
  • Infografiken
  • Statistiken (für zahlenaffine Zielgruppe)
  • Zitaten/Zitatgrafiken (Produkt nahbarer machen und Expertise zeigen)
  • Infotainment (außergewöhnliche Fakten hervorheben und in einen originellen Vergleich setzen)
  • Memes

Wie ihr seht, steckt viel Zeit und Kreativität im Storytelling. Die Mühe wird sich jedoch lohnen: Ihr produziert so hochwertigen Content, der bei den Konsumenten bzw. Usern Interesse weckt und Vertrauen schafft. In schwierigen (wirtschaftlichen) Zeiten – in denen wir nun mal aktuell noch stecken – ist das Gold wert.

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