Digitales Lernen im Arbeitsalltag

Bericht über eine Fortbildung am Bildschirm

Home-Office, Video-Calls, digitale Messen – nicht nur das Arbeitsumfeld hat sich seit März 2020 stark verändert. Auch der Bereich der Fort- und Weiterbildungen ist in einem stetigen Wandel.

Während ich im Dezember 2019 noch an einem zweitägigen Präsenz-Seminar zum Thema „Pressemitteilungen schreiben“ teilgenommen habe, saß ich knapp ein Jahr später in sechs ganztägigen Sitzungen vor dem Laptop, um mich bei der IHK Köln als „Social-Media-Managerin“ ausbilden zu lassen – inklusive virtueller Abschlussprüfung.

Ihr fragt Euch, wie die digitale Weiterbildung funktioniert hat und vielleicht auch, welche Vor- und Nachteile sie (für mich) geborgen hat? Lest selbst.

Tag 1: Kennenlernen virtuell

Wem es bei Veranstaltungen vor Kennenlernrunden graust, der muss sich dieser Situation auch digital stellen: Mit insgesamt 13 Teilnehmern haben wir zunächst kurz erzählt, wer wir sind, wo wir arbeiten und warum wir diese Fortbildung überhaupt machen. In diesem Fall fand ich – auch eine derjenigen, die sich bei so etwas lieber bedeckt hält – es spannend zu hören, was die Intention der anderen Teilnehmer war. So erhielt ich zumindest einen kleinen Einblick in die Arbeit der anderen Teilnehmer. Festzuhalten ist hier: Virtuelles Kennenlernen ist zwar möglich, aber sicherlich nicht so schön und ergiebig wie von Angesicht zu Angesicht. Kleine Pläuschchen in den Pausen oder das gemeinsame Essen in der Mittagspause sind dann schon etwas anderes. Doch wir haben das Beste daraus gemacht, sicherlich auch durch unseren Leiter, der die Fortbildung in lockerer Atmosphäre geleitet und uns immer wieder zum Mitmachen animiert hat. So ergaben sich auch virtuell spannende Diskussionen und ein reger Austausch.

Traffic, Leads und mehr: Eintauchen in die Welt der sozialen Medien

Nachdem das (virtuelle) Eis erstmal gebrochen war, startete die Fortbildung richtig und wir machten uns langsam, aber sicher, mit den Basics wie SMART-Zielen und dem Marketing Funnel vertraut. Bereits aus dem Tag konnte ich – und sicherlich auch die anderen – viel mitnehmen. Denn das Wissen, was ich mir im Agenturalltag bereits angeeignet habe, konnte ich so festigen und vertiefen. Vom Weg von der Ist- zur Soll-Situation über die relevantesten Kanäle und die Ziel- und Zielgruppenfindung bis hin zum Arbeiten mit Bild- und Templatedatenbanken. Durch Funktionen wie das Teilen des Bildschirms oder das parallele Chatten mit anderen Teilnehmern und dem Leiter konnten wir uns auch von Bildschirm zu Bildschirm gut miteinander verständigen. Besonders hilfreich bei der Vorbereitung war es, dass wir im Vorhinein der Prüfung noch eine „Sondersitzung“ mit den Teilnehmern veranstaltet haben, in der wir uns gegenseitig unsere Konzepte vorstellten und uns Feedback dazu gaben.

Tag X ist gekommen: Die Prüfung naht

Nach dem sechsten Tag wartete auf uns alle eine Prüfung (natürlich ebenfalls virtuell), in der wir in einer Präsentation eine Social-Media-Kampagne vorstellen sollten, in meinem Fall anwendbar auf die Social-Media-Arbeit von einem meiner Kunden. Glücklicherweise haben wir in den Sitzungen viel an Stoff gelernt, der uns auf die Prüfung vorbereitete. Kurz vor Weihnachten war es dann so weit: Die Prüfung stand an. Dass diese am Laptop stattfand, fühlte sich zunächst etwas befremdlich an, unter anderem dadurch, dass man die Prüfer nur in einem kleinen Videofenster sah und meine Verbindung an dem Tag nicht die allerbeste war.
Als siebte von dreizehn Teilnehmern durfte ich meine Kampagne dann schließlich dem Leiter des Kurses, einem externen Prüfer sowie den übrigen Teilnehmern vorstellen und musste einige Fragen zu meinem Konzept und zum Kursinhalt beantworten. Nachdem sich die beiden einige Minuten lang zurückgezogen hatten (sprich: Mikro und Kamera aus und per Telefon zusammengeschaltet), überbrachten sie mir die erlösende Mitteilung: Bestanden! Das Büffeln zwischen Plätzchen und Christstollen hatte sich also gelohnt – zum einen für das Zertifikat, zum anderen aber auch für die Arbeit mit den Kunden. Denn durch die Fortbildung konnte ich mir einiges Wissen aneignen, das ich nun im Agenturalltag praktisch anwenden kann.

Zwei Kehrseiten der Medaille

Mein persönliches Fazit ist: Dass Anbieter wie die IHK Köln digitale Fortbildungen ermöglichen und sich Teilnehmer und Leiter auf das virtuelle Lernen einlassen, ist sicherlich eine gute Sache. Dennoch erlebe ich acht Stunden live und in Farbe doch als weitaus unterhaltsamer und weniger anstrengend als das permanente Starren auf den Laptop. In diesem Sinne freue ich mich, wenn ich bei weiteren Fortbildungen hoffentlich wieder psychisch und physisch anwesend sein kann – und das geht sicherlich vielen so. 

Wir von VOCATO beschäftigen uns übrigens auf unserem Blog immer wieder mit Themen rund um Social Media. Interessiert? Hier findet Ihr spannende Beiträge.

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